Keine Zeit zu dekorieren – oder vielleicht doch?
Zeitmanagement ist ein Thema das mich immer wieder beschäftigt. Mit Arbeit, Haushalt und Mama-Dasein merkt man wie kostbar eine Stunde unseres Tages eigentlich ist und wie wichtig es ist sie so sinnvoll als möglich zu nutzen. Zu diesem Thema könnte ich Seiten füllen…
Aber was ich mich unlängst gefragt habe: Wo mir doch das Dekorieren so Spaß macht – warum mache ich es dann so selten?
Nehme ich mir Zeit für den Haushalt, dann versuche ich zu entscheiden was jetzt am dringendsten gemacht werden muss. Oh je wie sieht der Boden schon wieder aus? Das Bad bräuchte mal wieder eine Reinigung, da liegt noch eine Ladung Wäsche herum und in der Küche wären auch noch ein paar Handgriffe zu tun… Na fangen wir mal mit dem Boden an. Ungefähr so geht es mir jedes Mal.
Eh klar: Dekoration KANN sein, MUSS aber nicht sein. Oder: Sauberkeit ist die Pflicht und Deko sozusagen die Kür. Oder wie man es auch nennen möchte 😉. Fakt ist, dass ich mir fürs Dekorieren erst Zeit nehme, wenn alles andere erledigt ist. Und das ist der springende Punkt: jede Frau die, und natürlich auch jeder Mann der, einen Haushalt führt weiß, dass eigentlich NIE alles erledigt ist. Never ever. Niemals. Es ist ein ständiger Kreislauf und vielleicht geht es euch manchmal so wie mir: Na fangen wir mal mit dem Boden an…
Dabei ist doch das Dekorieren – außer es legt jemand überhaupt keinen Wert darauf, dann kann man natürlich auch drauf verzichten – eine der schöneren Tätigkeiten im Haushalt. Jedenfalls schöner als Bad putzen zum Beispiel finde ich. Ich nehme mir fest vor auch diesen schöneren Tätigkeiten immer wieder mal Platz einzuräumen, weil es mir einfach riesige Freude bereitet mein Zuhause da und dort etwas aufzuhübschen. Denn davon bin ich überzeugt: Was dem Auge gefällt, tut auch der Seele gut! Mir persönlich helfen dabei zwei Punkte:
- Aufgaben in kleinere Schritte zerlegen. Weg von dem Gedanken, dass erst das ganze Haus perfekt sein muss bevor man anfängt zu dekorieren. Denn wie bereits festgestellt: Das ist eigentlich kaum je der Fall. Also besser man nimmt sich mal einen kleinen Bereich vor, den man in Ordnung bringen möchte, wie zum Beispiel den Sitzplatz in der Küche vor dem Fenster, der über die Wochen mal wieder zur Ablage für allerlei Zeug geworden ist. Also mal alles abgeräumt, aussortiert und Staub gewischt. Wenn man sich dann noch Zeit nimmt um irgendetwas Hübsches auf dem frei gewordenen Fensterbrett zu platzieren, hat man mit dem Ergebnis seiner Arbeit gleich noch viel mehr Freude. Und das Durcheinander im Eingangsbereich…das darf man dabei ruhig einmal ausblenden. Dafür kommt es vielleicht als nächstes dran 😉
- Keep it simple! Vielleicht bist du auch gerade in einer Lebensphase in der für stundenlange Bastelprojekte keine Zeit ist. Da findest du irgendeine tolle Idee auf Pinterest, überlegst was du für die Umsetzung alles benötigst und wie viel Zeit du brauchst – und lässt es dann doch lieber sein. Aber Dekoration kann auch ganz einfach sein. Es muss ja nicht genau so sein wie auf dem Bild das dich inspiriert hat. Vielleicht kann man etwas abwandeln und Sachen verwenden die sowieso schon da sind? Es kann auch total nett aussehen, wenn man ein paar Dinge zusammen gruppiert. Einfach einen Weihnachtsstern (die Pflanze meine ich 😉), eine hölzerne Rentierfigur und dazu eine kleine Laterne oder ein Windlicht und… Tadaaaa! Fertig ist ein weihnachtliches Fensterbrett in wenigen Minuten.
Klar möchte ich nicht sagen, dass Deko wichtiger ist als Ordnung und Sauberkeit. In einem total schmuddeligen und unaufgeräumten Zimmer geht die schönste Dekoration unter. Aber: Neben den Bewohnern ist sie doch etwas, was ein Zuhause lebendiger und gemütlicher machen kann. Und wenn ihr so wie ich Freude am Verschönern habt….nehmen wir uns doch etwas Zeit dafür!



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