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Duftende Wäsche trotz Sensitiv-Waschmittel ohne Parfum

von | Feb. 3, 2026 | 0 Kommentare

Der Gedanke an einen Wäscheduft kam mir, als ich anfing Gewand, Schmusedecken und Spucktücher für unser Baby durchzuwaschen. Egal ob neu oder gebraucht – vorher mal waschen muss einfach sein. Die Hebamme hatte im Geburtsvorbereitungskurs empfohlen Sensitiv-Waschmittel für die Babysachen zu verwenden. Natürlich gibt es auch eigenes Baby-Waschmittel zu kaufen, aber alles wo „Baby“ draufsteht ist gleich mal um einiges teurer und Sensitiv-Waschmittel tuts genauso. Sprach sie und seither ist dieses bei jedem Waschgang in Verwendung in dem zumindest eine Babyklamotte mitschwimmt. Die frisch gewaschene Wäsche hängt dann an unserer Wäscheleine und duftet nach… naja, eigentlich nach nichts. „Irgendwas fehlt.“, meldet unser Gehirn das darauf programmiert ist, dass die Wäsche nach dem Waschgang doch einen oder anderen guten Duft verströmen muss. Verrückt eigentlich, schließlich kann die Wäsche doch auch sauber und hygienisch sein ohne zu duften, wir sind es nur von klein auf so gewohnt.

Also musste etwas her, am besten etwas Selbstgemachtes das gut riecht aber ohne unerwünschte Chemie auskommt. Klar möchte man die empfindliche Babynase auch nicht mit betörenden Düften umnebeln – so natürlich sie auch sein mögen – dennoch hätte ich und hoffentlich auch das Baby gegen so ein feines Düftchen nichts einzuwenden. „Jo wanna try!“, dachte ich mir und fing an zu recherchieren. Ich kam zu dem Ergebnis, dass man im Grunde drei Möglichkeiten hat seine Wäsche zu beduften:

  1. Durch die Zugabe eines Wäschedufts (Flüssigkeit oder Pulver) zum Waschgang, entweder ins Weichspülerfach oder direkt in die Trommel.
  2. Durch das Einsprühen der Wäsche nach dem Waschen mit einem Wäscheparfum, zum Beispiel wenn sie an der Leine hängt.
  3. Durch die Gabe eines Dufts in den Kleiderschrank, wie etwa ein Kräutersäckchen, um der Wäsche dort noch den gewünschten Geruch zu verpassen.

Diese Varianten habe ich probiert:

  • Wäscheduft flüssig:
    Alkohol (ca. 40% Vol.) und ätherisches Öl im Verhältnis 9:1 in eine Flasche oder ein Schraubglas geben. Gut durchschütteln, vor allem vor jeder Verwendung. Zum Waschen etwa ein bis zwei Esslöffel der Flüssigkeit ins Weichspülerfach geben.
  • Wäscheduft Pulver:
    Dazu mischt man 1,5 Tassen grobes Salz mit 0,5 Tassen Natron und ca. 30 Tropfen ätherisches Öl. Alles gut vermischen und in einem luftdichten Gefäß aufbewahren. 1-2 Esslöffel des Pulvers gibt man zum Waschen direkt in die Trommel.
  • Wäscheparfum in der Sprühflasche:
    Für das Wäscheparfum gibt man 50 ml destilliertes Wasser, 50 ml Alkohol und ätherische Öle in eine Sprühflasche. Gut mischen und die fertige Wäsche damit einsprühen.
  • Kräutersäckchen für den Kleiderschrank:
    Ich habe ein Lavendelsäckchen in den Kleiderschrank gelegt. Eine Socke mit Kräutern tuts auch wenn man kein geeignetes Säckchen hat. Natürlich können nach Belieben auch andere aromatische Kräuter oder Kräutermischungen verwendet werden. Ebenso können duftende Naturseifen in einem Säckchen in den Kleiderschrank gehängt werden. Wenn man sie dort nicht mehr verwenden möchte, dienen sie einfach ihrem ursprünglichen Zweck – dem Händewaschen ;).

 

Fazit:

Gleich vorneweg, einen so intensiven und vor allem anhaltenden Duft wie von Weichspülern oder Wäscheparfums aus dem Handel darf man sich nicht vorstellen. Bei den ersten beiden Varianten duftet die Wäsche zum Beispiel herrlich, wenn man sie aus der Maschine nimmt und aufhängt, an der trockenen Wäsche ist allerdings wenn überhaupt nur noch ein Hauch des Dufts zu merken. Kein Wunder – schließlich kommt der Duft von ätherischen Ölen und diese sind nun einmal flüchtig. Auch das Kräutersäckchen (in meinem Fall Lavendelsäckchen) im Schrank verliert mit der Zeit seinen Duft, wenn man es nicht immer wieder durchknetet um wieder ätherische Öle freizusetzen. Dennoch – ich werde auf jeden Fall zumindest großteils bei meinen selbstgemachten Wäschedüften bleiben. Sie sind schnell gemischt, leicht auf Vorrat herzustellen und für mich der größte Pluspunkt: Ich weiß einfach was drin ist!

NOCH chemiefreier wäre es natürlich mit der Verwendung eines selbstgemachten Waschmittels… aber das ist dann wieder eine andere Geschichte…

3 Gläser mit unterschiedlichen Arten von Sensitiv Waschmittel

Das bin ich

Junge Frau mit Strohhut steht in einer Küche

Food & DIY
Bloggerin

Mein Name ist Johanna, ich bin Lehrerin für Reiten und Englisch, Gartenpflegerin, Kräuterpädagogin und Mama. Meine Hobbies sind gutes Essen, Pflanzen, tanzen, ein gesunder und naturverbundener Lebensstil und mir und meiner Familie ein gemütliches Zuhause zu gestalten… Kurz: einfach alles was das Leben schön macht 😉

Als Tausendsassa strecke ich meine Fühler in alle Richtungen und liebe es dazu zu lernen und neues auszuprobieren. So entstand auch der Name Jo-wanna-try.

Meine Erfahrungen möchte ich gerne mit euch teilen und so findet ihr auf diesem Blog Rezepte, Kräuterwissen, kleine Projekte und DIYs für Haus und Garten und alles was mich sonst noch bewegt. Ich wünsche euch viel Freude beim Stöbern und Nachmachen!

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