Sommerlicher Zitronenmelissen-Minze-Smoothie
Als Kräuterfan sammelt man ja allerhand essbares Grünzeug. Beim Einkaufsbummel im Gartenmarkt landen immer wieder neue Kräuter im Einkaufswagen und letztendlich in meinem Garten. Aber finden sie dann auch den Weg in Küche? Kaufen, einsetzen, gießen, pflegen ist das eine – tatsächlich verwenden das andere. Also der Wille ist da, dieses oder jenes Kraut fürs Mittagessen zu verwenden. Dann stehe ich da, kurz vor zwölf, ohnehin schon spät dran, drei Töpfe auf dem Herd, der Tisch noch nicht gedeckt, das Baby raunzt, …. Soll ich jetzt wirklich noch rauslaufen in den Garten um die Kräuter zu holen oder können wir einfach drauf verzichten? Sicherlich. Können wir. Ist aber schade, denn die frischen Kräuter werten jedes Gericht geschmacklich auf. Ganz zu schweigen von den vielen sekundären Pflanzenstoffen die uns dadurch entgehen! Also immer wieder mein Vorsatz: verwenden, verwenden, verwenden!
Unglücklicherweise ist der Weg in den Garten bei uns relativ weit. Vielleicht geht es euch auch so. Oder ihr lauft auch nicht so gerne spontan sozusagen „last minute“ vor die Tür wenns ohnehin schon stressig ist? Das finde ich hilfreich:
- Sorgfältig planen. Wenn ihr wisst was ihr braucht, dann könnt ihr die Kräuter bereits beim morgendlichen Rundgang im Garten ernten und mitnehmen. Oder auch schon am Abend davor. Wer sich Sorgen um die Frische macht: Eingewickelt in ein feuchtes Küchentuch und in einem Gefrierbeutel aufbewahrt, behält das kostbare Grün Geschmack und Aroma.
- Wenn die Küche nicht in den Garten kommen kann, dann muss der Garten eben näher an die Küche kommen. Alles klar? Je greifbarer die Kräuter sind, desto wahrscheinlicher landen sie auch in unseren Gerichten. Wie wäre es also, die Kräuter die wirklich sehr häufig verwendet werden – bei uns wäre das zum Beispiel Petersilie – in Töpfen direkt vor der Haustür zu haben? Oder auf dem Fensterbrett? Oder auf dem Balkon? Oder einfach überall 😉?
- Kreativ werden. Wo kann man Kräuter sonst noch verwenden, außer im Mittagessen? In Aufstrichen fürs Abendessen, Süßspeisen, in Getränken wie zum Beispiel SMOOTHIIIIES…
Bevor ich vollends „kräuterlich“ abschweife: Bei meinem Versuch so oft wie möglich Kräuter in unseren Speiseplan einzubauen, bin ich auf diesen Zitronenmelissen-Minz-Smoothie gestoßen. Er ist super cremig, erfrischend, gesund, kommt ohne zusätzlichen Zucker aus, eignet sich als Snack zwischendurch und schmeckt einfach nach Sommer. Grünzeug inklusive. Also los geht’s!
Das braucht ihr für 4 Gläser Smoothie:
1 Avocado
1 Zitrone
½ Honigmelone
500 ml griechisches Joghurt
Blätter von 4 Stängeln Zitronenmelisse
4 Blätter Pfefferminze
etwas Wasser
Und so geht’s:
- Die halbe Honigmelone entkernen und das Fruchtfleisch in Stücke schneiden.
- Die Avocado teilen, den Kern herausnehmen und die Avocado aus der Schale nehmen. In Stücke schneiden und mit dem Saft der Zitrone beträufeln.
- Die Blätter der Zitronenmelisse und Minze könnt ihr grob auseinanderreißen.
- Alle Zutaten zusammen in einen Blender geben und gut mixen. Dabei Wasser zugeben, je nachdem wie flüssig ihr euren Smoothie haben wollt. Cheers!



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