DIES & DAS

Motivationstief im Haushalt – Das hilft vielleicht auch dir!

von | Juli 26, 2026 | 0 Kommentare

Wer kennt das nicht? Die To-do-Liste nimmt kein Ende, egal wo man im Haus hinsieht, überall „glotzt“ einen die Arbeit an, aber eigentlich fühlt man sich bleischwer und unfähig auch nur eine vernünftige Sache anzugehen. Natürlich ist es ganz normal und menschlich, auch mal einen kleinen Durchhänger zu haben. Nicht jeder einzelne Tag muss meeeega produktiv sein, manchmal ist es genug nur das Allernotwendigste zu machen. Und wenn man sich etwas Rast und Ruh gönnt, ist man noch lange kein schlechter Mensch. Aber wie kehrt die Motivation zurück und was hilft um wieder ins Tun zu kommen?

Und wie kommt es eigentlich zu diesem lähmenden Gefühl, oft gepaart mit ein bisschen Zorn der in einem hochkocht? Zorn wie: „Jetzt hab ich doch gestern erst den Spiegel über dem Waschbecken geputzt. Ist es denn so schwer sich die Hände zu waschen ohne Wasserspritzer und Seifenreste im Umkreis von mehreren Quadratmetern zu verteilen??“ Oder: „Jetzt rennt wieder jemand mit dreckigen Schuhen durchs Haus und überall liegen Brösel herum! Heute Morgen hab ich alles gesaugt und gewischt und man sieht rein gar nichts mehr davon! Ich könnte direkt wieder von vorne anfangen.“ Und: „Die Fensterbänke waren doch erst blitzeblank. Wo um Himmels Willen kommt denn der ganze Staub schon wieder her??“

Also zum einen ist der Haushalt eine extrem repetitive Tätigkeit – die wesentlichen Aufgaben wiederholen sich ständig. Und wenn dann noch die geliebten Familienmitglieder dazu beitragen, dass sich diese Aufgaben noch schneller wiederholen als sie es ohnehin schon tun…ja. Also bitte nicht falsch verstehen: Ich liebe meine Mitbewohner, den volljährigen und die beiden minderjährigen 😉 – und möchte sie niemals missen. Doch irgendwann bin ich mal auf das Zitat gestoßen: „Cleaning with kids in the house is like brushing your teeth while eating Oreos.“ Und darüber muss ich immer wieder schmunzeln, denn es beschreibt die Situation ganz gut 😊.

Zum anderen gibt es für die Tätigkeit im Haushalt keinen (zumindest keinen direkten) Lohn. Soll heißen: Wenn in der Firma Überstunden fällig sind und ich häng mich richtig rein und bleibe länger, dann habe ich am Ende des Monats mehr Geld am Konto. Punkt. Im Haushalt gibt es das nicht. Der Lohn dafür ist zum Beispiel, wenn jemandem auffällt, dass die Fenster frisch geputzt sind. Oder wenn jemand sagt: „Mmmmmh das Essen war heute gut, kannst du das bald wieder kochen?“ Und natürlich nicht zuletzt, wenn man sich selbst über etwas freut was man geschafft hat oder mit dessen Ergebnis man zufrieden ist.

Das soll hier keinesfalls eine Jammerei sein, wie schrecklich eintönig, sinnlos und ohne Lohn die Arbeit im Haushalt ist. Denn das ist ja nicht immer der Fall. Es ist nur so, dass man sich relativ leicht wie in einem Hamsterrad vorkommt. Und selbst der bravste und ausdauerndste Hamster hat mal einen Durchhänger – und steigt aus. Immer wieder stehe ich kopfschüttelnd vor dem Hamsterrad und habe vergessen, dass es da einige Dinge gibt, die mir den notwendigen Schubs geben wieder einzusteigen. Also habe ich beschlossen sie aufzuschreiben und bei der Gelegenheit mit euch zu teilen.

Ein Feldweg am Waldrand
  • Musik

So simpel. Eigentlich höre ich gerne Musik und doch vergesse ich im Alltag oft mehrere Wochen lang, dass sie überhaupt existiert! Dabei geht mit der richtigen Musik doch alles viel leichter von der Hand. Oft sind es bestimmte Lieder die einen so richtig motivieren und antreiben. Warum also nicht eine „Motivations – Playlist“ zusammenstellen und sich das Reinigen des Badezimmers damit versüßen?

  • Bewegung an der frischen Luft

Wenn mal alles zu viel wird oder auch wenn ich sprichwörtlich „kurz vorm Explodieren“ bin – ein Spaziergang an der frischen Luft ist oft der absolute Gamechanger. Das Szenario kurz zu verlassen hilft einem, einen Schritt zurückzutreten, durchzuatmen und wieder eher „das Ganze“ zu betrachten, anstatt sich von Kleinigkeiten runterziehen zu lassen. Wieder zu Hause angekommen ist die Stimmung gleich viel besser und damit die Bereitschaft noch dieses oder jenes zu erledigen.

  • Gute Gespräche und inspirierende Inhalte

Den Ort des Geschehens verlassen und bei Mama und Papa einen Kaffee trinken. Oder ein Telefonat mit der Schwester oder einer guten Freundin? Oder einfach nur einen Podcast anhören, der dich inspiriert und guttut? Ein gutes Gespräch kann helfen die Welt wieder mit frischen Augen zu sehen und anpacken zu wollen. Nur darauf sollte man achten: Kennt ihr das, wenn man nach einem Treffen mit einer guten Bekannten nach Hause kommt, sich total ausgelaugt fühlt und erst recht eine Pause braucht? Manche Menschen sind echte Energieräuber. Oft gar nicht aus böser Absicht, sie haben vielleicht gerade viele Probleme und suchen einen Weg um damit klarzukommen. Solche Gesprächspartner helfen aber nicht weiter. Ich meine solche Gespräche, in denen sich Menschen so gut ergänzen, dass sie sich gegenseitig Energie geben, anstatt sich gegenseitig runterzuziehen. Und ich denke, wenn man ein bisschen hineinspürt und ehrlich zu sich selbst ist, dann weiß man welche Kontakte einem guttun und welche einfach nur Kraft kosten.

  • Einen kleinen ersten Schritt tun

Oft sind einfach nur so viele Sachen zu erledigen, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll. Und um diese Entscheidung hinauszuzögern, mache ich … nichts. Dabei ist es oft nur der erste Schritt, der schwer fällt. Und ist dieser erst mal getan, folgen weitere ganz von alleine. Unser Gehirn ist ja gottseidank (meistens) so programmiert, dass es Sachen zu Ende bringen will. Anfangen ist also die Devise. Am besten mit etwas überschaubarem, einer Kleinigkeit. Wäsche wegräumen, Geschirrspüler ausräumen, … Ganz banale Tätigkeiten über die man gar nicht viel nachdenken muss. Und ehe man sich versieht ergibt eines das Nächste und man ist schon wieder im „Flow“. 😉

SO:

Das waren nur ein paar ganz simple Dinge. Interessanterweise fallen sie einem oft genau dann nicht ein, wenn man sie am dringendsten braucht. Niemand kann permanent tatkräftig und motiviert sein. Die Kunst ist, zu lernen wie man sich selbst immer wieder motiviert und antreibt. Und das Tag für Tag. So empfahl der amerikanische Motivationsredner und Autor Zig Ziglar: „People often say that motivation doesn’t last. Well, neither does bathing – that’s why we recommend it daily.“Also ein kleiner Reminder (auch an mich selbst): Dreh die Musik auf, geh raus, sprich mit jemandem oder fang ganz einfach an! Es war mir eine Freude, wenn ich euch gerade ein bisschen motivieren habe können. Vielleicht habt ihr noch etwas zu ergänzen? Schreibt mir gerne in die Kommentare was euch hilft in Schwung zu kommen. Bis dahin: Keep rolling 😊

Feldweg unter Bäumen

Das bin ich

Junge Frau mit Strohhut steht in einer Küche

Food & DIY
Bloggerin

Mein Name ist Johanna, ich bin Lehrerin für Reiten und Englisch, Gartenpflegerin, Kräuterpädagogin und Mama. Meine Hobbies sind gutes Essen, Pflanzen, tanzen, ein gesunder und naturverbundener Lebensstil und mir und meiner Familie ein gemütliches Zuhause zu gestalten… Kurz: einfach alles was das Leben schön macht 😉

Als Tausendsassa strecke ich meine Fühler in alle Richtungen und liebe es dazu zu lernen und neues auszuprobieren. So entstand auch der Name Jo-wanna-try.

Meine Erfahrungen möchte ich gerne mit euch teilen und so findet ihr auf diesem Blog Rezepte, Kräuterwissen, kleine Projekte und DIYs für Haus und Garten und alles was mich sonst noch bewegt. Ich wünsche euch viel Freude beim Stöbern und Nachmachen!

Das könnte dich auch interessieren

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert