Alte Schublade als Gartendeko
Das letzte Hochwasser hat leider auch vor Omas Keller nicht Halt gemacht und so kam es, dass mir bei den anschließenden Aufräumarbeiten eine alte Schublade in die Hände fiel. Das dazugehörige Möbelstück gibt es vermutlich schon lange nicht mehr, denn sie stand auf einem Regal, gefüllt mit Nägeln und Schrauben. Bevor sie ihre letzte Reise zum Sperrmüll antreten muss, wollte ich noch was daraus machen. Nur was? Durch den leicht modrigen Kellergeruch ließ sich eine Verwendung im Wohnraum ausschließen. Also beschloss ich, sie als Gartendeko zu verwenden und zu bepflanzen.
Die Schublade ist relativ flach und bietet nur wenig Platz für Erde und Wurzelballen. Perfekt für eine Bepflanzung mit Hauswurz (Sempervivum). Ich habe mich dafür entschieden die Lade mit Folie auszukleiden, eine dünne Schicht Tonkugeln und Erde einzufüllen und dann zu bepflanzen. Die Lade sollte dann allerdings vor Regen geschützt stehen, sonst würde sie sich mit Wasser füllen. Möchtest du die Lade unter freiem Himmel stehen lassen, solltest du vorher ein paar Löcher in den Boden der Lade bohren, sodass das Regenwasser abfließen kann. Sie wäre dann allerdings schneller dem Verfall preisgegeben.
Die recht pflegeleichte Hauswurz ist gar nicht so billig. Wenn du keine daheim hast und welche im Gartenmarkt kaufen musst, dann rate ich dir Exemplare zu nehmen, die bereits einige Ableger, auch Kindel genannt, gebildet haben. Diese lassen sich leicht von der Mutterpflanze lösen und separat in die Schublade pflanzen. Übrigens: Solltest du keine geeignete Schublade haben, dann eignet sich auch eine Holzkiste zum Bepflanzen. Wichtig ist, dass sie bereits alt und etwas abgenutzt aussieht, denn das verleiht deiner Gartendeko erst ihren besonderen Charme 😉.
Das brauchst du:
- alte Schublade
- Plastikfolie
- Pflanzton
- Kakteenerde
- Hauswurz
- eine Tackermaschine
Und so geht’s:
- Kleide die Schublade mit Plastikfolie aus und befestige die Folie unter dem Rand mit der Tackermaschine.
- Bedecke den Boden der Schublade mit einer Schicht Pflanzton.
- Fülle die Schublade mit Kakteenerde auf.
- Nimm die Hauswurzen aus dem Topf und schüttle die Erde ab um die Wurzeln freizulegen. Wenn du möchtest kannst du jetzt vorhandene Kindel vorsichtig von der Mutterpflanze abtrennen.
- Stecke die Hauswurzen mit den Wurzeln in die Erde und drücke sie etwas fest, dann gieße sie.
Tipps:
- Für alle Grobmotoriker untern den Gießern: Hier sollte man nicht übertreiben! Hauswurz braucht sehr wenig Wasser, also besser etwas weniger gießen als zu viel. Vor allem wenn eure Lade – so wie meine – keine Abflusslöcher hat. Stehen die Wurzeln nämlich permanent im Wasser, beginnen sie zu faulen.
- Hauswurz kann noch viel mehr als nur hübsch aussehen! Mit ihrer hautberuhigenden und entzündungshemmenden Wirkung leistet sie zum Beispiel erste Hilfe bei Sonnenbrand, Insektenstichen oder leichten Verbrennungen. Und das war noch längst nicht alles! Wie praktisch, so eine dekorative Hausapotheke auf der Terrasse stehen zu haben 😉



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