Makramee-Blumenampel super einfach
Pflanzen gehören für mich zu den Dingen die ich mir für mich selbst selten leiste und mich deshalb unheimlich drüber freue, wenn ich welche geschenkt bekomme. Deshalb schenke auch ich gerne Pflanzen, wenn ich weiß, dass jemand etwas für sie übrig hat. Wie meine Mama zum Beispiel. Nun bekommt man die Pflanzen meist in diesem nicht so hübschen Plastiktopf und sie sehen so gar nicht feierlich und nach Geschenk aus. Wenn man also nicht auch gleich in einen schönen Übertopf investiert (der dann oft teurer ist als die Pflanze selbst), dann gehört der Plastiktopf zumindest ordentlich aufgemotzt. Für meine Mama wurde es heuer eine Hängepflanze für die Terrasse. Aber auch diese kauft man in einer unspektakulären Plastik-Blumenampel. Da kam mir der Gedanke…einen alten Ton-Topf hätte ich zu Hause…und dann selbst eine Blumenampel dafür basteln…das könnte ich doch probieren!
Eine einfache Anleitung für eine Makramee-Blumenampel war schnell gefunden und obwohl ich absoluter Makramee-Anfänger bin – diese Ampeln sind wirklich so easy und flott geknüpft, dass ich gleich mehrere davon hergestellt habe 😉
Du brauchst dazu:
- 4 Bänder mindestens 220 cm lang: Sisal, Spagat, Kordeln, was auch immer du verwenden möchtest
- Eine Klemme, große Wäscheklammer oder Haarspange
- Ein Lineal oder Maßband
- Natürlich einen Blumentopf und eine Pflanze deiner Wahl
Und so geht’s:
- Lege die 4 Bänder ungefähr mittig zusammen, lass dabei dann das eine Ende ca. 20 cm länger sein als das andere. Befestige die Bänder mit der Klemme zum Beispiel am Rand des Tisches und zwar so, dass die längeren Bänder zu die schauen. Mit diesen beginnst du zu arbeiten.
- Nimm jeweils zwei Bänder in eine Hand und verdrehe sie gleichmäßig miteinander, sodass eine Kordel entsteht. Diese soll ca. 20 cm lang werden. Nimm die Klemme ab, lege die zur Kordel verdrillten Bänder zu einer Schlaufe und mach einen Knoten. An dieser Schlaufe wird die Blumenampel später aufgehängt. Befestige die Schlaufe mithilfe der Klemme wieder am Tisch. Jetzt solltest du 8 Bänder haben mit denen du weiterknüpfen kannst.
3. Im Abstand von 30 cm unter der Schlaufe nimmst du 2 Bänder und machst einen Knoten. Dasselbe machst du mit den übrigen Bändern, also jeweils 2 zusammenfassen und einen Knoten machen. Nach diesem Schritt solltest du 4 Knoten auf gleicher Höhe haben.
4. Weiter geht es im Abstand von 10 cm unter diesen Knoten. Jetzt werden wieder jeweils 2 Bänder zusammengefasst und geknotet, allerdings immer die benachbarten Bänder. Es soll hierbei eine Netzstruktur entstehen. Am Ende bleibt nur noch links und rechts ein Band übrig, diese fasst du nach vorne zusammen und verknotest sie.
5. Wieder im Abstand von 10 cm machst du die nächste Knotenreihe, wobei du jetzt schon gut aufpassen musst, welche Bänder du miteinander verknüpfst, also wieder jeweils die benachbarten, sodass die Netzstruktur erhalten bleibt. Achtung wieder beim verknüpfen der letzten beiden Bänder. Es sollte jetzt eine Art Netzschlauch entstanden sein mit 3 Reihen von jeweils 4 Knoten.
6. Gleich geschafft! Fasse nun alle 8 Bandenden zusammen zu einem großen Knoten. Dieser hält nachher den Blumentopf, sodass er nicht herausfällt. Kürze die Fransen mit einer Schere auf eine Länge nach deinem Geschmack. Jetzt gibst du oben nur noch den Topf hinein und fertig ist die Blumenampel!
Tipps:
- Bei allen Knoten handelt es sich um einen sogenannten „Überhandknoten“. Die Bänder werden gemeinsam zur Schlaufe gelegt und verknüpft. Wenn du dir unsicher bist, schau vorher nochmal nach wie das gemeint ist 😉
- Es zahlt sich aus genau zu arbeiten, also die Abstände genau zu messen, bzw. Knoten nochmal nachzubessern, sodass sie wirklich auf gleicher Höhe sind. So kommt man mit den Reihen nicht durcheinander und das Ergebnis sieht schöner aus.
- Die Maße die ich angegeben habe sind für meinen Blumentopf super passend. Vielleicht hast du aber einen größeren oder kleineren Topf? Kein Problem! Knüpfe dementsprechend etwas größere oder kleinere Abstände.
- Eine Klemme zu verwenden die an der Tischkante wirklich gut hält ist sinnvoll. Meine war etwas zu klein für die dicke Tischplatte und ging deshalb immer wieder runter, was wirklich mühsam war. Also nächstes Mal: größere Klemme besorgen oder (so wie ich) auf Tisch mit dünnerer Platte wechseln 😉



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